Fellpflege bei Hund und Katze

Fellpflege bei Hund und Katze

Glatt, wellig, kurz oder lang. Ob das Fell eines Hundes oder einer Katze schön und gepflegt ist, lässt sich auf den ersten Blick erkennen. Fellpflege ist jedoch keine rein kosmetische Frage, denn das Fell erfüllt eine wichtige Aufgabe: Es schützt die Haut Ihres Vierbeiners vor Kälte und Feuchtigkeit sowie gegen Krankheitserreger und Parasiten. Umso wichtiger ist ein gesundes Fell. Wir zeigen, worauf Sie bei der Fellpflege Ihres Vierbeiners achten sollten.

Warum ist Fellpflege wichtig?

Wird ein Hund regelmäßig gebürstet und gepflegt, fühlt er sich rundum wohler. Beim Bürsten wird die Durchblutung der Haut angeregt und das Wachstum des Fells gefördert.
Katzen sind äußerst reinlich und übernehmen die Pflege ihres Fells größtenteils selbst. Dennoch sollten Besitzer regelmäßig das Fell kontrollieren. Manchmal muss es von Schmutz oder verfilzten Stellen befreit werden.
Auch Wunden, Parasiten, zum Beispiel Zecken, und Krankheiten werden bei einer sorgfältigen Fellpflege schneller entdeckt und können zeitnah behandelt werden.


Bei einigen Rassen besteht das Fell aus Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar schützt vor äußeren Einflüssen, wie Sonne, Nässe oder Schmutz, die Unterwolle speziell vor Kälte. Während des Fellwechsels verlieren die Tiere einen Teil ihrer Unterwolle. Regelmäßiges Bürsten verhindert, dass sich Tierhaare überall in der Wohnung verbreiten.


Tiere, deren Fell sehr schnell verfilzt, müssen eventuell regelmäßig getrimmt oder geschoren werden. Wenn Sie damit nicht selbst zurechtkommen, bietet sich ein Besuch im Hunde- oder Katzensalon an. Achtung: Hunde mit Unterwolle sollten nicht geschoren werden.


Was passiert bei mangelnder Fellpflege?

Wird das Fell nicht gepflegt, kann es verknoten und verfilzen, die Haut kann schuppig werden und jucken. Mögliche Folgen sind Hautschäden. Ein Mangel an UV-Bestrahlung und Belüftung der Haut aufgrund von Verfilzungen kann zu bakteriellen Hautentzündungen führen. Kommen noch Wärme und Feuchtigkeit dazu, haben Flöhe und Läuse ein leichtes Spiel. Infektionen und Krankheiten können sich schnell verbreiten.

Wie oft sollen Hunde und Katzen gebürstet werden?

Hunde:
In der Regel reicht es, kurzhaarige Hunde einmal in der Woche zu bürsten. Langhaarige Hunde sollten dagegen mehrmals pro Woche gekämmt und gebürstet werden, um das Verfilzen des Fells zu vermeiden. Während des Fellwechsels kämmen Sie Ihren Hund am besten jeden Tag. Auf diese Weise entfernen Sie ausgefallene Haare aus seinem Fell und verhindern bei langhaarigen Tieren, dass sich die Haare verknoten.


Katzen:
Katzen benötigen weniger Hilfe bei der Fellpflege. Mithilfe ihrer besonderen Zunge mit rauer Struktur können sie Schmutz, Dreck, lose Haare und sogar Parasiten ganz einfach aus ihrem Fell entfernen. Sofern nötig, brauchen kurzhaarige Katzen etwa einmal pro Woche Unterstützung mit der Bürste. In der Zeit des Fellwechsels etwas häufiger, da sich sonst Haarballen bilden. Langhaarige Katzen vertragen mehr Pflegeeinheiten, da ihr Fell sonst verfilzen kann.

Welche Bürsten brauchen Sie?

Für ein gesundes Fell sollten Besitzer von Katzen und Hunden eine geeignete Bürste einsetzen. Bürsten stimulieren die Haut, bringen das Fell zum Glänzen und sorgen für eine gute Durchblutung. Dafür eignen sich verschiedene Modelle:


  • Zur Grundausstattung der Fellpflege gehören eine Bürste und ein Fellkamm. Kunststoffborsten oder Kämme aus Plastik erzeugen eine elektrostatische Aufladung. Besser sind Bürsten mit Naturborsten: Sie zwicken nicht und sind angenehmer für die Tiere.
  • Bei langem Haar bietet sich ein Kamm oder eine Bürste mit langen und abgerundeten Zinken an. Sie können verklebte Fellpartien besonders gut lösen.
  • Für Kurzhaar-Rassen sind Bürsten mit kurzen Zinken besser geeignet.
  • Je nach Bedarf können auch Entfilzungsharke, Unterwollbürste, Gummistriegel und Fellschere zum Einsatz kommen.

Wie erkennen Sie Parasiten?

Flöhe, Läuse und Haarlinge lösen Juckreiz aus. Wenn sich Ihr Liebling besonders häufig kratzt, sollten Sie genauer hinsehen. Manche dieser Parasiten verursachen allergische Hautreaktionen und -irritationen, die unter Umständen einen Tierarztbesuch nötig machen. Ein Flohbefall lässt sich feststellen, indem man das Fell durchbürstet und die aufgefangenen Haare in ein feuchtes Küchentuch abstreicht. Ein massiver Flohbefall erfordert nicht nur eine Behandlung des Tieres, sondern auch die Reinigung der häuslichen Umgebung, in der sich dann ebenfalls viele Flöhe verteilt haben könnten.


Am besten ist es, vorzubeugen. Geeignete Abwehrmittel gibt es als Tropfen, Shampoo oder Halsband. Auch Tabletten stehen zur Verfügung, die gegen Flöhe und Zecken wirken. Darüber hinaus haben viele Tierbesitzer auch gute Erfahrung mit pflanzlichen Mitteln gemacht, die ganz ohne Chemie auskommen. Etwa soll Pflanzenextrakt aus der Zistrose vor Zecken schützen. Lassen Sie sich dazu in der Tierarztpraxis oder Apotheke beraten.


Wichtig: Flöhe sind Zwischenwirte für Bandwürmer, weshalb befallene Tiere auch entwurmt werden sollten.

Wann ist ein Bad notwendig?

Ihr Hund kommt von einem Spaziergang im matschigen Wald oder nach einer Wälzaktion auf der Kuhwiese nach Hause. Dann sollten Sie ihn in die Badewanne stecken. Ein geeignetes Tiershampoo befreit das Fell vom Schmutz und schützt die empfindliche Tierhaut. Nach dem Shampoonieren und Ausspülen trocknen Sie Ihr Tier mit einem Handtuch ab und föhnen es bei Bedarf sanft trocken. Achtung: Vermeiden Sie Verbrennungen.


Generell gilt: Baden Sie Ihr Haustier nur, wenn es unbedingt nötig ist, da bei jedem Bad der natürliche Schutzmantel von Haut und Haar entfernt wird.


Bei medizinischen Shampoos, die bei Hautproblemen und Parasiten zur Anwendung kommen, beachten Sie bitte die Verordnung des Tierarztes und die Informationen in der Packungsbeilage. Wenden Sie sich bei Fragen auch immer an Ihre Apotheke.

Wann sollten Sie Ihr Haustier zum Tierarzt bringen?

Manche langhaarigen Hunde und Katzen neigen zu starken Verfilzungen im Fell. Wenn sich das Fell zu Hause nicht mehr kämmen lässt und kein Durchkommen möglich ist, können die Tierärztin, der Tierarzt oder ein Tierfriseur helfen. Auch wenn Ihr Haustier ungewöhnlich viele Haare verliert oder ein Verdacht auf Parasitenbefall besteht, sollten Sie es in der Tierarztpraxis untersuchen lassen.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: Shutterstock/ ANURAK PONGPATIMET

Freitag, 22. Mai 2020

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