So schützen Sie Ihre Prostata

So schützen Sie Ihre Prostata

Junge Männer bemerken ihre Prostata meist gar nicht. Das ändert sich mit zunehmendem Alter allerdings oft. Dann beginnt die Drüse zu wachsen und verursacht häufig Probleme. Früher oder später setzt das bei fast jedem Mann ein: Das Wachstum führt dazu, dass Betroffene irgendwann schlechter Wasser lassen können. Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Altersbedingte Veränderungen im Hormonhaushalt können aber eine Rolle spielen. Erfahren Sie, was hinter einer Prostatavergrößerung steckt und wie sich Beschwerden lindern und therapieren lassen.

Welche Beschwerden die Prostata verursachen kann

Die Prostata ist eine kleine, walnussförmige Drüse, die bei Männern hinter der Blase sitzt. Mit 50 Jahren ist die Prostata bereits bei jedem Zweiten leicht vergrößert, ab 70 bei mehr als 70 Prozent der Männer, ab 80 trifft es praktisch jeden. Fakt ist auch: Irgendwann bereitet dieses meist harmlose, altersbedingte Wachstum Beschwerden. Denn die Drüse liegt unterhalb der Harnblase und umschließt einen Teil der Harnröhre. Je nachdem, wie sehr und wo genau sich das Drüsengewebe ausdehnt, verlässt der Urin die Röhre nur mehr langsam. Harnreste bleiben häufiger in der Blase zurück. Nachtröpfeln und ein ständiger Harndrang gehören zu den häufigsten Beschwerden.

Wann ein Arztbesuch nötig ist

Die Beschwerden hängen nicht immer vom Ausmaß der Vergrößerung ab. Bei manchen Männern wächst das Gewebe nach innen. Das kann starke Probleme beim Wasserlassen verursachen, obwohl die Prostata insgesamt gar nicht auffallend groß ist.


Falls der Harnstrahl also dünn ist oder Sie ständig auf die Toilette müssen, suchen Sie Ihren Hausarzt auf, der Sie bei Bedarf an einen Urologen überweist. Je nach Beschwerdebild wählt der Arzt die Behandlung und kann so Komplikationen rechtzeitig verhindern. Denn wenn nichts mehr abläuft oder gar Blasensteine entstehen, kann das für die Nieren gefährlich werden.


Schon deshalb ermuntern Urologen zur Ultraschall- und Tastuntersuchung: Sie tut nicht weh, und das Tasten dauert kaum eine halbe Minute.
Was ebenfalls für den Männer-Check bereits ab 45 Jahren spricht: Der Arzt kann mit seiner Tastuntersuchung auch ein mögliches Karzinom früh entdecken. Zusätzlich raten viele Urologen zum PSA-Test, der Blutuntersuchung zur Krebsfrüherkennung.

Prostatakrebs – kurz erklärt

Im Alter steigt auch das Risiko für ein Protastakarzinom (Prostatakrebs), eine der häufigsten Krebsursachen bei Männern. Jedes Jahr erkranken laut einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts rund 60.000 Männer. Im Vergleich zu anderen Krebsarten wächst Prostatakrebs oft eher langsam. Manchmal ist daher gar keine Therapie nötig. Unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle kann erst einmal abgewartet werden, wie sich der Tumor entwickelt. Als Behandlung kommen Operation, Strahlentherapie und Medikamente infrage. Fokale Therapien sind in Erprobung. Dabei wird nicht die gesamte Prostata behandelt, sondern nur der Tumorherd. Teilweise werden die Verfahren kombiniert. Bei Tochtergeschwülsten kann zusätzlich eine Chemotherapie sinnvoll sein. Alter und Gesundheitszustand des Patienten sowie Ausbreitung und Bösartigkeit des Tumors spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der geeigneten Therapie.

Das können Sie tun: Gesunder Lebensstil

In den meisten Fällen steckt hinter den Beschwerden eine gutartige Prostatavergrößerung. Leider lässt sich auch diese häufig nicht aufhalten. Regelmäßige körperliche Bewegung tut dem Körper aber auf alle Fälle gut – und damit auch der Prostata und der Blase. Erfahrungsgemäß lassen zumindest die Beschwerden beim Wasserlassen nach.
Auch eine ausgewogene Ernährung sorgt für gute Blutzuckerwerte und kann eine Prostatavergrößerung vorbeugen. Wichtig sind dabei:


  • Ballaststoffe
  • ungesättigte Fettsäuren
  • bestimmten sekundäre Pflanzenstoffe
  • Phytoöstrogene

Blase entlasten und trainieren

Wer ständig zur Toilette muss, kann sich gerade zu Beginn der Erkrankung ganz einfach den Nachtschlaf erleichtern: Nehmen Sie Ihr Flüssigkeitspensum (ca 1,5 Liter) über den Tag verteilt auf, und trinken Sie am Abend wenig bis gar nichts. Also keinen Abendtee oder andere wassertreibende Getränke wie Kaffee oder Bier! Dann haben Sie in der Nacht mehr Ruhe. Ratsam ist auch ein Toilettentraining, indem man nicht sofort beim kleinsten Drang auf die Toilette geht. Mit entsprechender Gymnastik lässt sich der Beckenboden stabilisieren.

Welche Therapien und Medikamente helfen

Mit pflanzlichen Präparaten mit Arzneikürbis-, Brennnessel- oder Sägepalmenextrakten haben viele Patienten gute Erfahrungen gemacht und konnten anfängliche, leichte Beschwerden damit lindern.


Medikamente mit Alphablockern, die entspannend auf die Muskulatur wirken und den Urinstrahl kräftigen, kommen zum Einsatz, wenn immer wieder Harn in der Blase stehen bleibt. Einen Einfluss auf die Prostatagröße haben diese Mittel nicht.


5-Alpha-Reduktasehemmer greifen in den Stoffwechsel der Drüse ein und verkleinern die Prostata um etwa ein Drittel.


Erst wenn alle Arzneien nichts mehr ausrichten oder nicht vertragen werden, wenn Blasensteine oder ein kompletter Harnverhalt drohen, wird der Arzt in der Regel eine OP vorschlagen.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: Getty Images/Westend61

Freitag, 22. Mai 2020

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