Tierapotheke: Wurmkur bei Hund und Katze

Tierapotheke: Wurmkur bei Hund und Katze

Wer einen Hund oder eine Katze besitzt, hat sich meistens auch schon mit Würmern beschäftigt. Weltweit gibt es Hunderte verschiedene Arten von Würmern. Das Risiko für einen Wurmbefall bei Hund oder Katze ist sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. Alter, Haltung, Ernährung oder Auslaufverhalten. Würmer sind generell nicht nur für die Haustiere gefährlich, sondern können auch auf Menschen übergehen. Erfahren Sie mehr zu Symptomen, Behandlung und Vorbeugung.

Welche Würmer gibt es?

Würmer sind Parasiten, die Hunde und Katze befallen können und sich auch in ihnen fortpflanzen. Hat der Wurm sich erst einmal eingenistet, ernährt er sich von den Nährstoffen, die er zum Beispiel im Darm oder Blut des Tieres findet. Je nach Art lässt sich der Wurm in verschiedenen Organen nieder, in den meisten Fällen ist der Darm betroffen.


Spulwürmer kommen bei Hunden und Katzen am häufigsten vor. Die Haustiere nehmen sie in der Regel über einen Zwischenwirt oder das direkte Fressen einer infizierten Quelle auf. Hundewelpen sind deutlich häufiger betroffen, da sie sich über die Muttermilch infizieren können. Erwachsene Hunde zeigen oft keine Symptome. Freilaufende Katzen infizieren sich öfter als Hauskatzen. Sie nehmen Spulwurmeier und -larven z. B. über Mäuse auf.


Bandwürmer haben eine bandartige Form und bestehen aus mehreren Gliedern. Die Übertragung findet über sogenannte Zwischenwirte statt, z. B. über Beutetiere wie Mäuse oder Kaninchen. Der Gurkenkernbandwurm ist der häufigste Bandwurm, vor allem bei Hunden. Er nutzt den Floh als Zwischenwirt. Hat ein Tier Flöhe, kann es sich beim Lecken einer juckenden Stelle mit dem Gurkenkernwurm anstecken. Dieser lebt dann meist im Verdauungstrakt des Hundes und nimmt die Nährstoffe auf, die der Hund per Nahrung aufnimmt.


Der Befall mit Hakenwürmern kommt seltener vor. Eine Infektion kann oral erfolgen oder indem sich die Larven durch die Haut des Tieres bohren. Bei der oralen Ansteckung gelangen die Parasiten direkt in den Darm, bei der Ansteckung über die Haut wandern sie durch den Körper.


Welche Symptome treten auf?

Ist ein Hund oder eine Katze von Würmern befallen, lässt sich das nicht immer eindeutig erkennen. Bei diesen Anzeichen sollte man genauer hinsehen und die Tierärztin oder den Tierarzt aufsuchen.


  • Schwäche, Gewichts- und Appetitverlust
  • Erbrechen, Durchfall
  • Reiskorngroße Bandwurmglieder im Kot
  • Ein aufgeblähter Bauch
  • Juckreiz am After, sogenanntes „Schlittenfahren“ (das Tier rutscht mit dem Hinterteil über den Boden)
  • Stumpfes Fell, Hautreizungen

Die Symptome können sich verstärken, je nachdem wie fortgeschritten der Parasitenbefall ist. Besonders gefährlich sind Würmer für junge, alte und kranke Hunde oder Katzen. Bei vielen Tieren treten allerdings trotz Wurmbefall keine Symptome auf.

Was passiert beim Tierarzt?

Wer bei seinem Hund oder seiner Katze Anzeichen eines Wurmbefalls bemerkt, sollte schnellstmöglich eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann mit der Untersuchung von Kotproben die Wurmart bestimmen und die entsprechende Therapie empfehlen. Allerdings kann es passieren, dass die Kotprobe negativ ausfällt, obwohl der Hund von Würmern befallen ist. Zur Absicherung sollte deshalb noch eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.

Wie wird ein Wurmbefall behandelt?

Bei einem Wurmbefall eines Hundes oder einer Katze ist eine sogenannte Wurmkur empfehlenswert. Wichtig ist dabei, gezielt gegen die vorhandenen Wurmarten vorzugehen, also z. B. gegen Spulwürmer oder Bandwürmer. In der Regel werden sogenannte Anthelminthika angewendet. Diese Medikamente enthalten einen Wirkstoff, der die Würmer abtötet, indem er in ihren Stoffwechsel eindringt. Die Wurmkur wirkt 24 Stunden lang, um im Darm die Würmer abzutöten und auszuscheiden. Normalerweise reicht eine einmalige Behandlung aus, um den Befall zu stoppen. Bei schwerem Befall kann die Wurmkur nach 4 Wochen wiederholt werden.
Ein dauerhafter Schutz gegen eine Neuinfektion besteht nicht, weshalb die regelmäßige Entwurmung bei Hunden und Katzen ratsam ist.

Wie kann ich mein Haustier vor einem Wurmbefall schützen?

Mit ein paar effektiven und vorbeugenden Maßnahmen können Sie Ihren Hund oder ihre Katze vor Parasiten schützen und auch das Ansteckungsrisiko für sich selbst und andere verringern.


  • Beseitigung und Entsorgung von Hundekot: Der Kot sollte beim Spaziergang aufgesammelt und in verschlossenen Beuteln entsorgt werden.
  • Kontakt mit der Erde auf Hundewiesen vermeiden oder auch in anderer mit Würmern befallener Umgebung. Dies ist besonders für Kinder wichtig.
  • Persönliche Hygiene: gründliches Händewaschen nach Kontakt mit Hund und Katze.
  • Nach dem Spaziergang die Pfoten des Haustiers putzen. So vermeiden Sie den Transport von Bandwurmeiern in Ihr Zuhause.
  • Vorbeugende Wurmkur beim Hund: Laut Empfehlung der Europäischen Vereinigung von Veterinärparasitologen (ESCCAP) sollte mindestens einmal im Jahr eine Wurmkur erfolgen.
  • Ihr Haustier sollte keine kleinen Beutetiere oder rohes Fleisch fressen.

Sind Würmer auch auf Menschen übertragbar?

Auch Menschen können sich mit Würmern infizieren. Vor allem Spulwürmer sind übertragbar und können im menschlichen Körper Organe befallen und Krankheiten auslösen. Die Wurmeier gelangen in der Regel über verunreinigte Nahrung oder durch Kontakt zwischen Mensch und befallenem Haustier in den Körper. Um eine Infizierung der Umgebung mit Wurmeiern zu verhindern, ist eine regelmäßige Entwurmung von Hunden und Katzen ratsam.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: istock/PK Photos

Freitag, 22. Mai 2020

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