Was zu einer Zahnprophylaxe gehört

Was zu einer Zahnprophylaxe gehört

Gesunde, weiße und starke Zähne – wer wünscht sich das nicht. Wer regelmäßig Zahnprophylaxe betreibt, kann sich bis ins hohe Alter über gesunde Zähne freuen. Das erspart auch schmerzhafte Karies- und Parodontitis-Behandlungen und hohe Kosten für Zahnersatz. Erfahren Sie, was zu einer umfassenden Zahnprophylaxe gehört, sowohl zu Hause als auch beim Zahnarzt.

Warum ist Zahnprophylaxe wichtig?

Überall in unserem Mund leben Millionen von Bakterien. Einige davon sind nützlich und kurbeln den Verdauungsprozess an, andere richten großen Schaden an. Zucker aus der Nahrung wird in Säure umgewandelt, und diese wiederum greift den Zahnschmelz an, bis Karies entsteht. Auch das Zahnfleisch kann bakteriell bedingt erkranken – chronische Entzündungen wie Parodontitis sind dann die Folge. Umso wichtiger ist eine gewissenhafte Zahnprophylaxe.


Um Zahnkrankheiten vorzubeugen, sollten Sie ein- bis zweimal jährlich für eine Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt gehen. Aber auch zu Hause können Sie einiges für gesunde Zähne tun.

Was kann ich selbst für die Zahnpflege tun?

Mit diesen Tipps und Hilfsmitteln sorgen Sie für rundum schöne Zähne:


  • Zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang die Zähne putzen. Am besten nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Besonders dann sollte man sich genug Zeit nehmen, um Zahnbelag und Speisereste gründlich zu entfernen – auch in den Zahnzwischenräumen.
  • Die Zahnpasta sollte schonend reinigen, Fluoride enthalten und den Zahnschmelz nicht angreifen. Vorsicht geboten ist bei Produkten, die weißere Zähne versprechen. Diese haben oft eine schleifende Wirkung. Das schädigt auf Dauer jedoch die Zähne.
  • Elektrisch oder von Hand? Das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste ist erfahrungsgemäß zeitsparender und bequemer. Allerdings muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden, weil die Bürste einen kleineren Kopf hat.
  • Interdentalbürste: Die normale Zahnbürste erreicht nur 60 Prozent der gesamten Zahnfläche. In die Zwischenräume kommt sie nicht. Doch gerade dort siedeln viele Keime. Einmal täglich angewandt, lassen sich mit Interdentalbürsten die Zwischenräume sehr gut reinigen.
  • Fluorid-Gele werden in der Regel nur einmal wöchentlich nach der abendlichen Reinigung aufgetragen. Dabei bildet sich um die Zähne eine Art Schutzfilm aus Kalziumfluorid. Entsteht Säure, wird sie bereits mit dieser Deckschicht neutralisiert. Der Zahnschmelz bleibt geschützt und der Zahn widerstandsfähiger.
  • Zahnseide: Die meisten Zahnärzte empfehlen den Einsatz von Zahnseide, denn sie kann Speisereste aus den Zwischenräumen entfernen. Ihr Nutzen, also der Schutz vor Karies und Parodontitis, wurde wissenschaftlich jedoch nicht nachgewiesen.
  • Mundspülung: Wer nach dem Zähneputzen den Mund mindestens 30 Sekunden lang mit einer fluoridhaltigen Lösung spült, kann die Neubildung von Zahnbelag reduzieren.
  • Eine zahngesunde Ernährung ist ebenfalls wichtig. Milchprodukte, wie Käse und Joghurt, liefern die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat für Ihren Zahnschmelz. Fluoridhaltige Lebensmittel und solche, die die Speichelproduktion anregen, sind ebenfalls gut für die Gesundheit Ihrer Zähne. Halten Sie sich, soweit möglich, mit Süßem zurück, denn Zucker schadet den Zähnen.

Was passiert bei einer Zahnprophylaxe beim Zahnarzt?

Ob Kaffee, Tee oder Nikotin – unsichtbare und sichtbare Beläge schädigen die Zähne. Und die bekommt man mit der eigenen manuellen Zahnreinigung nicht immer in den Griff. Wer zu Parodontitis oder Karies neigt, ist mit einer professionellen Zahnreinigung gut beraten. Was passiert dabei genau?


  • Eine professionelle Zahnreinigung beginnt mit einer gründlichen Untersuchung der Mundhöhle und der Zähne.
  • Entfernung von Zahnstein: Die Zahnärztin oder der Zahnarzt reinigt die betroffenen Stellen und entfernt vorhandenen Zahnstein. Eventuelle Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen und an den Zahnfleischrändern werden ebenfalls beseitigt.
  • Ein Pulverstrahlgerät entfernt Zahnverfärbungen z. B. von Tee oder Nikotin.
  • Nach der gründlichen Reinigung der Zähne werden freiliegende Zahnhälse und feine Risse innerhalb der Zahnsubstanz mit einer Spezialpaste poliert und versiegelt.
  • Nach der Politur wird ein Fluorid-Gel als Kariesschutz aufgetragen.

Zahnärzte empfehlen den meisten Patienten, ein- bis zweimal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung zu gehen. Studien, die den Erfolg der professionellen Zahnreinigung nach den wissenschaftlich höchsten Standards belegen, gibt es allerdings nicht.

Was kostet eine Zahnprophylaxe beim Zahnarzt?

Die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung schwanken stark und liegen zwischen ca. 60 und 140 Euro, je nach Dauer und Umfang. Jede Praxis legt die Preise selbst fest. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel, die meisten gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: F1onlineGmbH/ Westend61/ Zeljko Dangubic

Freitag, 22. Mai 2020

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