Aromatherapie mit ätherischen Ölen

Aromatherapie mit ätherischen Ölen

Ätherische Öle sind, richtig angewendet, wahre Vielkönner: Sie befreien nicht nur die Nase oder beruhigen die Atemwege, sondern wirken pflegend auf die Haut, bekämpfen Stress oder beeinflussen die Psyche positiv. Für wen sich eine Aromatherapie eignet, wie die Duftöle wirken und wie man sie einsetzen kann.

Was ist eine Aromatherapie?

Bei einer Aromatherapie kommen ätherische Öle als Teil der Pflanzenheilkunde zum Einsatz. Sie werden zum Beispiel in den Blättern oder Blüten von Pflanzen produziert und im Pflanzengewebe gespeichert, um Insekten anzulocken oder Schädlinge abzuwehren. Für den therapeutischen Einsatz werden hochwertige ätherische Öle (naturbelassen) durch Auspressen, Extraktion oder Wasserdampfdestillation aus den verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen und in Glasfläschchen abgefüllt.


Sie lassen sich vielfältig einsetzen, etwa als Zusatz zum Badewasser, in einer Duftlampe, als Riechkissen, als Inhalation in heißem Wasser, in der Körperpflege, als Massageöl, als Kapsel oder, dann aber verdünnt, direkt auf der Haut (zum Beispiel Pfefferminzöl). Im Gegensatz zu fetten Ölen verdunsten ätherische Öle rückstandslos.


Die Hauptbestandteile sind aromatisch riechende Monoterpene. Über die Nasen- und Bronchialschleimhäute werden die chemischen Verbindungen aufgenommen, und sie können sogar in der Blutbahn nachgewiesen werden, sagen Experten. Dennoch ist das Wirkprinzip der duftenden Öle noch nicht vollständig erforscht, deshalb spricht man hier eher von Erfahrungsheilkunde. Rund 120 verschiedene ätherische Öle werden im therapeutischen und im Wellness-Bereich eingesetzt. Zu den beliebtesten zählen beispielsweise Lavendel, Kiefer, Kamille, Zypresse, Euka-lyptus, Sandelholz, Minze, Zitronengras, Orange, Thymian oder Bergamotte.

Wie wirken die Aromen?

Belebend, beruhigend, entspannend, stimmungsaufhellend: Ätherische Öle haben, richtig angewendet, positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, versprechen Aromatherapeuten. Orange beispielsweise hellt wie auch andere Zitrusöle die Stimmung auf und steigert zugleich die Konzentrationsfähigkeit. Tanne wirkt ausgleichend bei Unruhe und Stress und beruhigt die Atemwege. Rose sagt man eine angstlösende Wirkung nach, außerdem soll sie in Kosmetikprodukten die Zellerneuerung anregen. Pfefferminze erfrischt, kühlt und wird etwa gegen leichten Kopfschmerz empfohlen; in der Kosmetik soll sie hautklärend wirken, darüber hinaus die Abwehrkräfte stärken und Krämpfe lösen. Der Zistrose sagt man eine antivirale Wirkung nach: Schon im Altertum wurde ihr Öl als Räuchermittel zur Krankheitsprävention eingesetzt.


Werden ätherische Öle verdampft, zum Beispiel im Badewasser oder in einer Duftlampe, gelangen sie über die Nase in das limbische System – den Teil des Gehirns, der die Emotionen verarbeitet. Auf diese Weise können sie unsere Stimmung beeinflussen.


Immer mehr Inhaltsstoffe der vielen Duftöle werden pharmakologisch analysiert. Dabei wurden bereits manche Wirkungen bestätigt. Thymol, das Hauptaroma des Thymians, wirkt zum Beispiel auf die Darmtätigkeit und beeinflusst damit die Ver-dauung. Maiglöckchenaromen lassen Spermien schneller schwimmen, und die Aromen des Jasmins sollen Forschern zufolge auf Schlaf und Stimmung ähnlich gut wirken wie Psychopharmaka.


Obwohl die Wirkmechanismen noch nicht vollständig erforscht sind, setzt mittlerweile auch die Schulmedizin die Aromatherapie immer häufiger ein, etwa als Unterstützung bei Geburten, in der Palliativmedizin, bei schlecht heilenden Wunden sowie antibiotikaresistenten Keimen.

Kann man bei einer Aromatherapie auch etwas falsch machen?

Die Wirkung ätherischer Öle sollte nicht unterschätzt werden: Zu hoch konzentriert können sie auf Atemwege und Nervensystem toxisch wirken. Vor allem während der Schwangerschaft sollte man eine Aromatherapie mit Bedacht und idealerweise nur unter fachkundiger Beratung einsetzen. Einige Öle, beispielsweise Eisenkraut, können Wehen auslösen.


Für Babys und Kleinkinder gilt: Aromatherapie nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt oder einem aromatherapeutisch erfahrenen Apotheker anwenden. Viele ätherische Öle sind zwar für Kinder gut verträglich. Doch es gibt auch solche, die direkt auf die Atemwege wirken: Eukalyptusöl, Kampfer und Menthol sind deshalb tabu, weil sie Atemnotanfälle hervorrufen können. Generell gilt: Das Öl niedrig dosieren und stark verdünnen, zum Beispiel mit Wasser im Bad oder bei der Inhalati-on.


Wohltuend empfinden die Kleinen oft Bäder und Massagen. Dabei sorgen nicht nur die ätherischen Öle für ein besseres Wohlbefinden, sondern auch die Wärme und der angenehme Körperkontakt. Wickel mit entsprechenden Duftölen werden eingesetzt, um bei Erkältungen die Schleimlösung zu fördern, die Bronchien zu erweitern und um Fieber zu senken.

Wo gibt es die Duftstoffe und eine gute Beratung dazu?

Gute Qualität macht auch hier den Unterschied. Empfehlenswert sind Öle, die "100 Prozent naturrein" sind und aus zertifiziertem Bio-Anbau stammen. Auf dem Etikett steht dann neben dem botanischen Pflanzennamen der rechtlich geschützte Begriff "naturrein". Das bedeutet, es wurden keine synthetischen Stoffe verarbeitet. Bezeichnungen wie "naturidentisch" stehen oft für künstlich hergestellte oder gestreckte Öle, die möglicherweise Allergien auslösen oder fördern. In vielen Apotheken gibt es nicht nur hochwertige Öle, sondern auch die fachkundige Beratung dazu.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: Shutterstock/Jullia

Freitag, 22. Mai 2020

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