Zum Inhalt
Gesundheit hat ein Zuhause
close

Hautgesundheit – Aufbau, Funktion und passende Pflege

Zertifiziert von Apotheken-Umschau 01.07.2026

Haut - Aufbau, Funktion und wie man sie gesund hält
Mit einer Oberfläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern ist die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie erfüllt eine Menge, teilweise lebenswichtiger, Funktionen. Milliarden von Hautzellen und circa 10.000 Bakterienarten schützen den menschlichen Körper beispielsweise vor Krankheitserregern und UV-Strahlen. Auf äußere Einflüsse aber auch innere Vor-gänge reagiert das Schutzorgan oft sehr sensibel und sichtbar. Es lohnt sich, seine Haut gut zu pflegen. Für eine individuelle Beratung rund um die passende Hautpflege können Sie sich jederzeit gerne an Ihre Apotheke vor Ort wenden.

Frau lacht und hat Creme auf ihrem Finger

Aufbau der Haut

Die Haut (lateinisch: Cutis) besteht aus drei Hautschichten. Die oberste Lage ist die 0,1 Millimeter dicke, mehrschichtige Oberhaut (Epidermis). In deren unterster Schicht, der Basalzellschicht, bilden sich beständig neue Hautzellen, die verhornen und nach oben wandern. Dort werden sie abgestoßen: Alle vier Wochen erneuert sich die Epidermis vollständig. Unter der Oberhaut befindet sich die Lederhaut (Dermis). In dieser bindegewebigen Hautschicht stecken Blut- und Lymphgefäße sowie Nervenzellen. Auch die Talg- und Schweißdrüsen sowie die Haarwurzeln sind dort angesiedelt. Die Unterhaut (Subkutis) besteht aus Fett- und Bindegewebe.

Funktion der Haut

Die Haut bildet die Barriere zwischen Umwelt und Körperinnerem. Sie dämpft äußere Einflüsse ab, schützt den Körper vor Licht, Wasser, Schadstoffen und Keimen. Jede der drei Hautschichten hat unterschiedliche Aufgaben. So wehrt die schützende Hornschicht der Oberhaut mit ihrem Säureschutzmantel Krankheitserreger ab. Die Unmengen an Sinnes- und Nervenzellen in der Lederhaut nehmen Sinneseindrücke wie Berührung, Druck oder Schmerz sowie Temperaturreize auf, filtern sie und leiten sie weiter. Die Aktivität von Hautgefäßen und Drüsen hilft, die Körpertemperatur im Gleichgewicht zu halten und gewährleistet den Wärmeausgleich. Zudem regeln sie die Abgabe von Schweiß und anderen Substanzen nach außen. Das Binde- und Fettgewebe der Unterhaut dient dem Körper als Energiespeicher und schützt ihn vor Kälte.

Verschiedene Hautbilder

Die genaue Zusammensetzung des von den Talgdrüsen produzierten Talgs ist sehr individuell. Deshalb neigen manche Menschen zu einem trockenen Hautbild, während andere wiederum eine Mischhaut oder ein glänzendes, fettiges Hautbild aufweisen. So entsteht fettige Haut durch eine übermäßige Talgproduktion (Seborrhö). Sie kann genetisch bedingt sein aber auch durch hormonelle Schwankungen, Stress oder ungeeignete Pflegeprodukte entstehen. Menschen mit trockener Haut bringen die Anlage dafür meist mit. Allerdings verstärken viele diese Tendenz durch falsche Pflegegewohnheiten oder ihren Lebensstil. Normale Haut ist weder trocken noch fettig. Mischhaut kombiniert fettige und trockene oder normale Bereiche. Während die sogenannte T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ölig und großporig ist, sind die Wangen eher trocken oder normal. Je älter die Haut wird, desto weniger kann sie Feuchtigkeit speichern und Fette bilden.

Typgerechte Hautpflege

Die verschiedenen Hauttypen bedürfen unterschiedlicher Pflege. Eines aber haben normale, trockene, fettige Haut oder Mischhaut gemeinsam: Sie alle brauchen Feuchtigkeit. Sinnvolle Schritte für jede Pflegeroutine sind eine milde Reinigung und eine auf den Hauttyp abgestimmte Feuchtigkeitspflege. Milde Reinigungsprodukte entfernen Schmutz, Staub und Schweiß von der Haut. Zum Duschen empfiehlt sich ein pH-neutrales Duschgel. Auch das anschließende Cremen gehört zur Pflegeroutine. Trockene Haut braucht reichhaltigere Cremes, damit sie nicht spannt oder juckt. Bewährt haben sich hier Produkte mit Wirkstoffen wie Linolsäure, Harnstoff (Urea) oder Nachtkerzenöl. Empfindliche Haut verträgt meist Duft- und Konservierungs-stoffe nicht so gut. Bei fettiger Haut wird eine Öl-in-Wasser-Creme ohne Fett mit entzündungshemmenden Wirkstoffen empfohlen.

Frau reinigt sich mit einem Wattepad das rechte Auge und lacht

Trend: Cleansing Reduction

Wer zu viel Wasser und Reinigungsmittel wie Seife oder Duschgel an den Körper lässt, trägt dazu bei, dass der Säurefilm möglicherweise zu stark alkalisiert. Der pH-Wert der Haut erhöht sich. Dadurch werden die Bedingungen für die nützlichen Bakterien weniger optimal. Eine gesunde Haut kann dies schnell wieder ausgleichen, eine trockene Haut nicht. Befürworter dieses Trends raten von täglichem Duschen ab. Bei normaler Tätigkeit und täglicher Reinigung von Achselhöhlen und Füßen mit warmem Wasser und Waschlappen reicht es – Experten zufolge – tatsächlich aus, zwei- bis dreimal pro Woche zu duschen. Cleansing Reduction kann aber auch bedeuten, die Duschdauer zu verkürzen. In jedem Fall ist eine kurze Dusche für die Haut schonender als zu baden. Auch Haarewaschen alle zwei bis drei Tage ist ausreichend – idealerweise mit milden, rückfettenden Shampoos.

Was der Haut schadet

Übertriebenes Waschen, heftiges Rubbeln oder häufige Peelings schaden der Haut. Und egal ob beim Duschen oder Baden: Zu heißes Wasser kann das Schutzorgan strapazieren. Die Folge davon können ein trockenes Hautbild, aber auch Juckreiz oder Brennen sein. Auch Wind, Wetter und Sonne stressen die Haut. Sowohl bei Kälte wie auch bei Hitze gibt sie vermehrt Feuchtigkeit ab. Durch vermehrtes Schwitzen verliert die Haut weiter an Flüssigkeit. Wind und Staub können zudem den schützenden Fettfilm abtragen. Im Winter setzt der Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und Kälte der Haut zu. Auch ausgedehnte Sonnenbäder schaden der Haut und können frühzeitige Falten und Hautflecken verursachen. Und: Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut nachhaltig und erhöht das Hautkrebsrisiko. Ebenso schadet Nikotin der Haut, indem es sie schneller altern lässt.

Typische Hautkrankheiten

Mit trockener Haut können verschiedene Krankheiten einhergehen. Wenn die Haut extrem trocken ist und sich entzündet, kann eine Neurodermitis dahinterstecken. Bei dieser erblich bedingten Krankheit ist die Schutzfunktion der Haut gestört. Treffen dann bestimmte Reize auf diese, kommt es zu Entzündungen. Typisch sind schuppende Hautauschläge im Gesicht, am Hals, an den Ellenbeugen und Kniekehlen. Weißliche Schuppen auf geröteten, vielfach entzündeten Hautbereichen können dagegen Kennzeichen einer Schuppenflechte (Psoriasis) sein. Bei der in Schüben verlaufenden chronisch-entzündlichen Erkrankung spielt ebenfalls häufig familiäre Veranlagung eine Rolle. Die silbrigen, juckenden Schuppenherde treten vor allem an Ellbogen, Knie, Streckseiten der Arme und Beine, im Lendenbereich und am Kopf auf. Kontaktekzeme dagegen sind primär nicht erblich bedingt und auch auf fettiger Haut möglich. Allerdings ist trockene Haut anfälliger dafür. Der juckende, rötliche Hautausschlag entsteht durch direkten Kontakt mit auslösenden Stoffen wie Allergenen oder Reizstoffen auf Basis einer geschwächten Hautbarriere. Kontaktdermatitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen.

Die maximal zulässige Bestellmenge wurde überschritten.
Die Apotheke wurde zu Deinen Favoriten hinzugefügt.
Die Apotheke wurde aus Deinen Favoriten entfernt.
Die Produkte sind zum jetzigen Zeitpunkt in der Apotheke verfügbar. Bitte beachte ggf. die jeweiligen Lieferzeiten der Apotheke.
Die angezeigten Produkte sind ab morgen in der Apotheke bzw. zur Bestellung über den Bringdienst verfügbar. Bitte beachte ggf. die jeweiligen Lieferzeiten der Apotheke.
Deine Stammapotheke wurde gespeichert.
Deine Stammapotheke wurde entfernt.
Wir haben Dir eine E-Mail mit dem Bestätigungslink geschickt.
Die Produkte sind zum jetzigen Zeitpunkt in der Apotheke verfügbar. Bitte beachte ggf. die jeweiligen Lieferzeiten der Apotheke.
Die angezeigten Produkte sind ab morgen in der Apotheke bzw. zur Bestellung über den Bringdienst verfügbar. Bitte beachte ggf. die jeweiligen Lieferzeiten der Apotheke.
Produkt wurde von Deinem Merkzettel entfernt.
Der Artikel ist in der gewünschten Stückzahl erst morgen verfügbar.
Dein Warenkorb enthält ein , bei denen Bestellungen auf gesund.de auf eine haushaltsübliche Mengen begrenzt sind. Entsprechend haben wir die Anzahl im Warenkorb beschränkt.