Warzen sind Hautwucherungen, die sich meist an Hand oder Fuß, im Gesicht oder Intimbereich bilden. Sie sind gutartig, müssen oftmals auch gar nicht behandelt werden. Wer aber eine Hautveränderung bei sich bemerkt, sollte Ärztin oder Arzt aufsuchen, um abzuklären, ob es sich um eine Warze oder eine andere Ursache handelt.
Warzen werden durch das sogenannte humane Papillomvirus (HPV) ausgelöst. Das Virus wird meist über direkten Hautkontakt übertragen – etwa durch Händeschütteln, Barfußgehen im Schwimmbad oder in der Sauna oder durch Geschlechtsverkehr.
Insgesamt gibt es 200 verschiedene Typen von Humanen Papillomviren. Neben den vergleichsweise harmlosen, die Warzen auslösen, gibt es auch gefährlichere Varianten, die sich unbemerkt in Zellen vermehren und die Ursache von Krebserkrankungen sein können. Die häufigste Folge der Infektion mit diesen Viren ist bei Frauen der Gebärmutterhalskrebs. Dagegen gibt es eine wirkungsvolle Impfung, die die Ständige Impfkommission (STIKO) für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren empfiehlt.
Über kleine Risse und Verletzungen dringen die Viren in die oberste Hautschicht ein. Sie siedeln sich dort an und es kann zu Hautwucherungen kommen. Zwischen der auslösenden Infektion und der sichtbaren Warzenbildung können dabei mehrere Wochen liegen.
Nicht jeder Kontakt mit den Viren führt zwangsläufig zu einer Warze. Verschiedene Faktoren fördern die Warzenbildung:
Generell haben Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko, Warzen zu bekommen. Wenn ihr Immunsystem zum ersten Mal mit den Viren in Kontakt kommt, „kennt“ es die Angreifer noch nicht und kann sie auch noch nicht wirkungsvoll bekämpfen.
Je nach dem Auftreten und dem Erscheinungsbild werden verschiedene Warzen unterschieden:
Gewöhnliche oder Stachelwarzen sind stecknadelkopf- oder erbsengroß, meist rau und schuppig und können überall am Körper auftreten.
Pinselwarzen sind fadenförmig und entstehen oft im Gesicht, etwa am Augenlid.
Flachwarzen oder plane Warzen werden nur wenige Millimeter groß und entwickeln sich oft bei Kindern und Jugendlichen im Gesicht oder an den Händen.
Mosaikwarzen sind flach und mosaikartig und bilden sich häufig an den Fußsohlen.
Dornwarzen entstehen an der Fußsohle. Sie sind oft von dunklen Pünktchen durchsetzt und wachsen in die Haut hinein, was beim Gehen Schmerzen verursacht.
Feigwarzen werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und bilden sich im Genital- oder Analbereich. Sie sind rötlich bis grau-weißlich.
Hautveränderungen wie die sogenannten Dellwarzen, Stielwarzen und Alterswarzen werden zwar landläufig als Warzen bezeichnet, sind aber strenggenommen keine und werden auch nicht von humanen Papillomviren ausgelöst.
Häufig müssen Warzen nicht behandelt werden, weil die Immunabwehr des Körpers die Viren wirkungsvoll bekämpft. Grundsätzlich ist es dennoch empfehlenswert, eine beobachtete Hautveränderungen ärztlich abklären zu lassen, um andere Krankheiten auszuschließen.
Auf jeden Fall empfiehlt sich ein Arztbesuch für Kinder, Schwangere oder stillende Frauen, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Vorerkrankungen wie Diabetes, Hautkrankheiten, Durchblutungs- oder Wundheilungsstörungen.
Auch wenn sich Warzen ausbreiten oder schnell größer werden, sich im Gesicht, am Hals oder im Genitalbereich bilden oder zusätzliche Symptome wie Schmerzen, Juckreiz oder Blutungen auftreten, sollten Betroffene Ärztin oder Arzt aufsuchen.
Ob eine Warze behandelt werden muss, entscheidet der Arzt oder die Ärztin im Einzelfall. Manche Warzen lassen sich mit speziellen Pflastern oder Lösungen behandeln. Hautwucherungen an Händen oder Füßen können zum Beispiel mit einem warmen Bad aufgeweicht und mit einer Feile abgetragen werden.
Auch können Warzen vereist, weggeätzt oder chirurgisch entfernt werden. Im Einzelfall kann auch die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig sein, um andere Krankheiten auszuschließen.
Warzenviren sind weit verbreitet und eine Ansteckung lässt sich nicht zuverlässig ausschließen. Konkrete Verhaltensmaßnahmen helfen aber, Warzen vorzubeugen: