Läusealarm – was tun?

Läusealarm – was tun?

Wenn es auf Kinderköpfen krabbelt und juckt, dann geraten Eltern schnell in Panik. Kopfläuse sind unangenehm und lästig. Sie haben aber nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Ein Kopfläusebefall ist in der Regel ungefährlich und mit etwas Geduld gut zu behandeln. Erfahren Sie, wie man die lästigen Tierchen möglichst schnell wieder loswird.

Wer bekommt Läuse?

Kopfläuse lassen sich ausschließlich auf dem Menschen nieder. Dabei wandern sie gerne von einem Kopf zum nächsten. Das bedeutet: Jeder kann sie bekommen. Kinder sind am häufigsten betroffen, denn sie stecken beim Spielen oder Toben die Köpfe zusammen. Eine Übertragung über Gegenstände ist seltener, aber möglich. Und zwar dann, wenn Mützen, Fahrradhelme, Bürsten oder Kopfkissen gemeinsam benutzt oder getauscht werden.


Läuse sind perfekt an die Lebensbedingungen auf dem menschlichen Kopf angepasst. Fehlt ihnen dieses Umfeld, überleben sie bei Zimmertemperatur in der Regel (etwa in einem Kamm mit Haaren) höchstens 48 Stunden.

Was machen Läuse?

Läuse kleben ihre Eier, die Nissen, dicht über der warmen Kopfhaut auf die einzelnen Haare. Da die Eier ganz fest am Haar haften, lassen sie sich mit Shampoo nicht entfernen.


Nach sieben bis zehn Tagen schlüpfen Larven. Nach weiteren neun bis elf Tagen werden diese geschlechtsreif und können sich vermehren.


Oft ist ein unangenehmer Juckreiz ein Zeichen für Kopfläuse. Vor allem wenn man zum ersten Mal mit Läusen Kontakt hat, kann er aber auch fehlen. Der entsteht, wenn das Tierchen eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut spritzt, während es Blut saugt. Die Betroffenen kratzen sich, und daraus bilden sich manchmal kleine Hautwunden, die sich entzünden und bakterielle Hautinfektionen verursachen können. In diesem Fall ist ein Arztbesuch ratsam.

Wie sind Läuse zu erkennen?

Mit dem bloßen Auge sind Kopfläuse sehr schwer zu erkennen. Vor allem dann, wenn die Haare lang sind. Festsitzende Eier (Nissen) sind leichter auszumachen. Sie sind transparent, bräunlich oder grau-weiß gefärbt und haben eine länglich-ovale Form.
Die sicherste Methode, um sie aufzuspüren: Einfach das Haar anfeuchten und eine Pflegespülung auftragen. Die hindert die Läuse am Weglaufen. Anschließend mit einem Läusekamm (aus der Apotheke) Strähne für Strähne durchkämmen. Streifen Sie den Kamm nach jeder Strähne auf einem Stück Küchenpapier aus. So können Sie Läuse oder Nissen erkennen.


Achtung: Die Eier der Kopfläuse haften meist dicht am Haaransatz. Besonders häufig sind sie an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken zu finden.
Nissen, die weiter als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind, enthalten in der Regel keine Larven mehr, sind also auch nicht mehr infektiös.


Was hilft gegen Läuse?

Haben Sie einen Lausbefall festgestellt, ist eine Behandlung dringend notwendig. Denn Läuse vermehren sich rasend schnell. Läuse und Eier lassen sich nicht durch Seife oder Shampoos abtöten. Auch für Hausmittel wie Essig ist keine Wirksamkeit bewiesen. Vielmehr müssen spezielle Wirkstoffe aufgetragen werden, und zwar in Form von Shampoos, Lotionen oder Sprays. Sie töten die Läuse und teilweise auch die Eier – entweder chemisch (Insektizid) oder physikalisch. Geeignete Mittel sind in der Apotheke erhältlich.


Bei Läusemitteln mit Insektiziden (z. B. Permethrin) sind in Einzelfällen Resistenzen beobachtet worden. In Deutschland ist das aber noch kein großes Problem. Wer sicher gehen will, sollte sich in der Apotheke beraten lassen. Außerdem führt das Robert-Koch-Institut auf seiner Webseite eine Liste mit Mitteln, die gegen Läuse empfohlen werden.


Produkte, die Dimeticone enthalten, sind nicht giftig und haben ein physikalisches Wirkprinzip. Sie verkleben die Atemwege der Läuse und ersticken sie. Die Wirksamkeit der in Deutschland erhältlichen Dimeticon-Produkte ist grundsätzlich hoch. Meist ist eine zweite Anwendung nach 7 bis 10 Tagen notwendig, um Jungläuse, die aus Eiern nachschlüpfen könnten, sicher zu beseitigen.


Kopfläuse sind leider oft hartnäckig. Falls Sie trotz abgeschlossener Behandlung noch welche auf dem Kopf entdecken, lassen Sie sich von einem Arzt oder einer Ärztin beraten.

Wer muss informiert werden?

Die Ansteckungsgefahr mit Läusen ist groß, deshalb besteht eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz. Bei Lausbefall müssen Schule, Kindergarten oder andere Gemeinschaftseinrichtungen informiert werden. Diese wiederum melden es dem Gesundheitsamt.

Hygienemaßnahmen zu Hause

Die Behandlung am Kopf und die Untersuchung weiterer Familienmitglieder hat Vorrang. Erst danach sind folgende Maßnahmen zu Hause sinnvoll:


  • Gründliche Reinigung von Bürsten, Kämmen oder Haarspangen mit heißer Seifenlösung.
  • Bettwäsche, Handtücher und Kleidung wechseln und bei 60° Celsius waschen.
  • Mützen, Schals, Kuscheltiere – eben alles, was schlecht waschbar ist, doch worauf Läuse gelangt sein könnten – drei Tage lang in geschlossenen Plastikbeuteln aufbewahren. Alternative: die Gegenstände zwei Tage lang bei -18° C in der Tiefkühltruhe lagern.

Und übrigens: Läuse können nicht fliegen oder springen!


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: Plainpicture GmbH/Emma Kim

Freitag, 22. Mai 2020

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