Pflanzliche Salben: Was bei Schmerzen hilft

Pflanzliche Salben: Was bei Schmerzen hilft

Viele Menschen vertrauen auf Heilpflanzen, weil pflanzliche Arzneistoffe in der Regel besser verträglich sind als synthetische. Dafür haben sie meist eine etwas schwächere Wirkung. Dennoch können auch pflanzliche Arzneien Nebenwirkungen besitzen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten eingehen. Deshalb sollte man immer die fachkundige Beratung in der Apotheke vor Ort nutzen. Von zahlreichen Heilpflanzen ist eine schmerzlindernde Wirkung seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden bekannt. Sie werden auch heute noch in vielen Bereichen eingesetzt.

Aloe-vera-Gel: Kühlt und beruhigt bei Sonnenbrand und Co.

Das Gel, das aus den fleischigen Blättern der Aloe vera gewonnen wird, dient der äußerlichen Anwendung und wird zum Beispiel eingesetzt bei Brandwunden, Ekzemen, Hautirritationen, Insektenstichen, Schürfwunden, Sonnenbrand, unreiner Haut und Zahnfleischentzündungen. Die Wirkung beruht auf dem Milchsaft, der in den Blättern enthalten ist. Die kühlenden und befeuchtenden Effekte sind zudem schmerzlindernd, fördern offenbar die Wundheilung und lindern Entzündungen. Darüber hinaus haben viele Betroffene auch bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte gute Erfahrungen mit Aloe vera gemacht.
Die Aloe vera ist eine kakteenähnliche Pflanze aus der Gattung der Liliengewächse, ursprünglich stammt sie wahrscheinlich von der Arabischen Halbinsel. Da ihre Urform unter Naturschutz steht, wird sie heute in Plantagen angebaut, vor allem auf den niederländischen Antillen, in Venezuela und in subtropischen Regionen der USA und Mexikos.

Arnika-Salbe: Abschwellend bei Prellungen und Verstauchungen

Arnica montana lautet die lateinische Bezeichnung der Pflanze mit den leuchtend gelben Blüten. Sie wächst auf hoch gelegenen Gebirgswiesen und ist in freier Natur selten geworden. Als Arzneipflanze wird sie in Europa angebaut.
Arnika-Zubereitungen haben verschiedene Effekte. Sie wirken Entzündungen entgegen und lindern Schmerzen. Vermutlich spielen sogenannte Sesquiterpenlacto-ne dabei eine Rolle, vor allem der Pflanzenstoff Helenalin. Er unterdrückt die Bildung entzündungsauslösender Stoffe, sogenannter Zytokine. Äußerlich angewandt, hilft Arnika als Salbe oder Tinktur bei Schwellungen, Verstauchungen und Prellungen.
Vorsicht: Arnika darf nicht bei Korbblütler-Allergie eingesetzt werden. Die Haut reagiert dann gereizt und rötet sich, die behandelte Stelle kann anschwellen, oder es bilden sich kleine Bläschen oder Quaddeln. Treten solche Symptome nach der Anwendung von Arnika auf, sollte man auf eine weitere Behandlung damit verzichten.

Beinwell: Wirkt abschwellend und mindert Entzündungen

Beinwell (Symphytum officinale) wird unter anderem bei Sportverletzungen wie Prellungen oder Zerrungen angewandt. Die rau behaarte Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch, wächst an Bachufern und auf nassen Wiesen in ganz Europa und ist schon seit über 2000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Für die Herstellung von Arzneimitteln wird die Wurzel genutzt. Sie enthält den Pflanzenstoff Allantoin, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, Gerb- und Schleimstoffe sowie Rosmarinsäure.
Als Salbe aufgetragen kann Beinwell leichte Entzündungen mindern, Schmerzen lindern und die Wundheilung unterstützen. Für diese Effekte scheint der Inhaltsstoff Allantoin verantwortlich zu sein; die Schleim- und Gerbstoffe spielen vermutlich ebenfalls eine Rolle. Auch Muskelschmerzen, zum Beispiel im Rücken, können die Extrakte abschwächen. Bei einer beginnenden Arthrose, die oberflächlich liegende Gelenke betrifft, kann Beinwell die Beschwerden lindern, allerdings nur ergänzend zur Standardtherapie und in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Vorsicht: Zubereitungen aus der Heilpflanze sollte man nicht einnehmen. Die enthaltenen Alkaloide schädigen womöglich die Leber und stehen im Verdacht, Krebs zu fördern. Experten raten aus diesem Grund auch davon ab, Beinwell-Umschläge selbst herzustellen. In Fertigpräparaten aus der Apotheke werden die Extrakte so aufbereitet, dass die Menge an Alkaloiden bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet. Tipp: Lassen Sie sich zu Dosierung und Anwendung in der Apotheke beraten!

Mönchsköpfchen-Creme: Beruhigt bei Juckreiz

Die Mönchsköpfchen-Pflanze (Cardiospermum halicacabum) hilft vor allem den Kleinen: Bei Juckreiz, einem wunden Po und mitunter bei einer leichten Neurodermitis können natürliche Wirkstoffe aus der Heilpflanze die empfindliche Haut von Kindern beruhigen. Verwendet werden hauptsächlich die Blätter der Schlingpflanze, sie enthalten Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Sterine und Alkaloide. Cremes mit dem Extrakt aus Mönchsköpfchenblättern wirken entzündungshemmend und juckreizstillend. In Beipackzetteln steht zwar häufig, dass das Arzneimittel für Kinder nicht empfohlen wird. Der Hintergrund sind fehlende Studien mit Kindern – hier ist die Genehmigung häufig schwierig. Ob eine entsprechende Salbe trotzdem für kleine Patienten geeignet ist, sollten Eltern mit dem Arzt besprechen. Bei Erwachsenen wird der Mönchsköpfchen-Extrakt als Salbe bei Ekzemen und einer leichten Form der Neurodermitis angewandt.

Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: F1 online/ Westend61

Freitag, 22. Mai 2020

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