Schneller wieder fit: Was tun bei Erkältung?

Schneller wieder fit: Was tun bei Erkältung?

Schniefnase, Halskratzen, Dauerhusten: Meist erwischt es einen im Herbst oder Winter, wenn es draußen kühler wird und die Tage wieder kürzer werden. Doch auch im beginnenden Frühjahr kann ein grippaler Infekt Energie rauben. Was gegen die typischen Beschwerden hilft, wie man das Immunsystem stärkt – und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist.

Grippaler Infekt, Erkältung, Grippe: Was sind die Unterschiede?

Eine „echte“ Grippe (Influenza) kommt meist sehr plötzlich. Typisch sind starke Kopf- oder Gliederschmerzen sowie oft hohes Fieber (mindestens 38,5 °C, oft über 40 °C), aber eher weniger Schnupfen. Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind bei der Grippe deutlich ausgeprägt. Ein grippaler Infekt wird auch als Erkältung be-zeichnet und schleicht sich meist über ein paar Tage ein.


Eine Erkältung führt fast immer zu einem Schnupfen, der Hals kratzt, häufig kommt lästiger Husten dazu. In der Regel lassen die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen von selbst nach und sind nach etwa zwei Wochen weitgehend verschwunden. Wer sich sehr schlecht fühlt, sollte dennoch telefonisch einen Arzt kontaktieren, dann ist die richtige Diagnose schnell gestellt (im Frühjahr ist auch eine Pollenallergie denkbar). Auch mögliche Komplikationen wie Bronchitis oder Lungenentzündung können so rechtzeitig erkannt werden.

Was hilft gegen die typischen Erkältungsbeschwerden?

Viel trinken hält den lästigen Schleim flüssig, er fließt dann besser ab und schwemmt krank machende Keime aus. Ideal sind Wasser und Kräutertees ohne Zucker. Diabetiker und Herzpatienten sollten die maximale Trinkmenge pro Tag mit dem Arzt absprechen. Nasensprays für ein Abschwellen der Schleimhaut sind eine kurzfristige Maßnahme – nicht länger als eine Woche einnehmen. Inhalationen mit warmem Dampf (ca. 42 bis 47 Grad) sind für die Atmung sehr befreiend.


Ebenfalls gut: Wärme, Ruhe und viel Schlaf, damit das Immunsystem die Selbstheilungskräfte voll entfalten kann. Gegen eine wunde Nase helfen beispielsweise Cremes mit dem Wirkstoff Dexpanthenol.

Immer wieder erkältet: Wie oft ist normal?

Bei Erwachsenen sind zwei bis vier Infekte pro Jahr durchaus normal. Nicht immer ist ein schwaches Immunsystem der Grund. Es kann auch einfach nur Pech sein, sich bei jemandem angesteckt zu haben: im Büro, im Bus oder in der Bahn, wäh-rend einer Veranstaltung. Kinder können innerhalb von zwölf Monaten sogar acht- bis zehnmal von Husten und Schnupfen geplagt werden. Wer sich gesund ernährt (viel Obst und Gemüse) und regelmäßig ausreichend bewegt, tut trotzdem etwas zur Vorbeugung. Wenn die Erkältungssaison beginnt: Attacken abwehren durch häufiges gründliches Händewaschen (Fingerzwischenräume nicht vergessen) – und darauf achten, nicht ständig Mund und Nase zu berühren.

Wie lässt sich das Immunsystem unterstützen?

Ausreichend Schlaf, wenig Stress, Verzicht auf Giftstoffe wie Alkohol oder Zigaretten: Damit schenken wir unserem Immunsystem Zeit zur Regeneration. Dass gute Schläfer Infekte besser abwehren können, ist bekannt: Eine erholsame Nachtruhe bedeutet eine noch immer unterschätzte Quelle für Gesundheit und Wohlbefinden. Schon eine einzige durchwachte Nacht macht uns anfälliger.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In der Regel lassen die typischen Erkältungsbeschwerden nach drei bis sieben Tagen nach, spätestens nach zwei Wochen sollte der grippale Infekt wieder verschwunden sein. Ein Arztbesuch ist bei einem solchen üblichen Verlauf nicht unbedingt notwendig. Dennoch gibt es Gründe, einen Praxistermin zu vereinbaren. Zum Beispiel, wenn Atemnot auftaucht, denn das könnte ein Hinweis auf eine Lungenentzündung sein und erfordert eine rasche Behandlung.


Ansonsten gilt: Starke Beschwerden sollten nicht allzu lange ohne Konsultation hingenommen werden. Dazu zählen heftige Hals- oder Ohrenschmerzen, deutliche Abgeschlagenheit, Fieber und anhaltender Husten, der auch nach zwei Wochen nicht merklich nachlässt.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: istock/dragana991

Freitag, 22. Mai 2020

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