Tripper – rechtzeitig erkennen und behandeln

Tripper – rechtzeitig erkennen und behandeln

Tripper (Gonorrhö) ist eine weltweit verbreitete Geschlechtskrankheit. Die Ursache sind Bakterien, die beim Sex übertragen werden. Zu den wichtigsten Merkmalen einer Infektion zählen Beschwerden wie Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen. Oft verursacht die Krankheit aber auch keine Symptome. Erfahren Sie mehr zu Ursache, Diagnose und Behandlung.

Was ist Tripper?

Tripper lautet die umgangssprachliche Bezeichnung für die Gonorrhö. Sie zählt neben einer Chlamydien-Infektion zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Auslöser sind bestimmte Bakterien, sogenannte Gonokokken. Sie können die Schleimhäute von Harnröhre und Gebärmutterhals befallen, unter Umständen auch von Enddarm, Mund und Rachen. Dort können sie eine eitrige Entzündung hervorrufen. Auch die Augenbindehaut ist mitunter betroffen, wenn die Bakterien zum Beispiel durch Augenreiben dorthin gelangen.

Wie wird Tripper übertragen?

Die Krankheitserreger werden hauptsächlich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr weitergegeben. Nicht in jedem Fall verursacht die Gonokokken-Infektion Beschwerden. Viele Betroffene stecken ihre Sexualpartner daher unwissentlich an. Die Bakterien vermehren sich zunächst örtlich an einer infizierten Stelle und verursachen dort eine Entzündung. Wird diese nicht behandelt, kann sie sich weiter ausbreiten.
Außerhalb des Körpers gehen die Gonokokken schnell zugrunde. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, sich über verunreinigte Gegenstände anzustecken. Ein solches Risiko kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

Symptome und Folgen einer Infektion

Nach der Ansteckung dauert es normalerweise ein bis zehn Tage, bis sich erste Krankheitszeichen zeigen. Einige betroffene Männer und ein großer Teil der Frauen spüren allerdings überhaupt keine oder nur sehr milde Beschwerden. Die Symptome können bei Männern und Frauen unterschiedlich ausfallen:


Bei Männern tauchen die ersten Beschwerden meistens einige Tage bis eine Woche nach der Infektion auf. Typische Symptome sind ein eitriger Ausfluss aus der Harnröhre sowie Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Nicht immer äußert sich die Krankheit auf diese Weise. Die Infektion zeigt sich manchmal auch an Augen, Gelenken oder der Haut.


Bei Frauen stellen sich die Symptome oft etwas später ein und sind anfangs milder ausgeprägt. Deshalb wird die Infektion bei ihnen zu Beginn leicht übersehen. Anzeichen können Brennen beim Wasserlassen und Scheidenausfluss sein.

Wie lässt sich Tripper feststellen?

Um Tripper zu diagnostizieren, nimmt eine Ärztin oder ein Arzt Sekretproben von den erkrankten Stellen (meistens von Harnröhre und Gebärmutterhals). Unter dem Mikroskop können in diesen Abstrichen bereits Gonokokken sichtbar sein. Lassen sich im Labor Erreger aus Sekretproben anzüchten oder Teile des Erbguts des Erregers nachweisen, bestätigt das die Diagnose.

Welche Medikamente helfen?

Behandelt wird Tripper mit Antibiotika. Gegen viele ältere, aber auch neuere Wirkstoffe ist der Krankheitserreger bereits unempfindlich geworden. Deshalb wird heute grundsätzlich eine Kombination aus zwei verschiedenen Medikamenten empfohlen. Wenn man mit dieser Behandlung frühzeitig beginnt und sie korrekt durchführt, heilt die Infektion normalerweise problemlos aus. Etwa zwei Wochen nach Ende der Antibiotika-Therapie ist eine ärztliche Nachkontrolle notwendig. Dabei wird überprüft, ob die Behandlung angeschlagen hat. Wichtig ist, dass sich auch alle Sexualpartner, die betroffen sein könnten, einer Behandlung unterziehen.

Tripper in der Schwangerschaft

Erkrankt eine Schwangere an Gonorrhö, kann das für ihr Baby problematisch werden: Die Entzündung in der Genitalregion erhöht vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel das Risiko einer Fehlgeburt. Zudem kann sich das Baby während der Geburt bei der Mutter anstecken, wenn es mit dem infektiösen Sekret aus dem Gebärmutterhals in Kontakt kommt. Ohne geeignete Therapie erkranken Neugeborene dann oft an einer eitrigen Entzündung der Augenbindehaut.

Wie lässt sich am besten vorbeugen?

Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung gibt es nicht. Das Benutzen von Kondomen kann aber das Risiko deutlich senken. Menschen, die ungeschützten Sex mit wechselnden Partnern haben, sind gefährdeter, sich anzustecken.


Quelle: Wort und Bild Verlag
Bild: MauritiusImages/ Westend61

Freitag, 22. Mai 2020

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